Grafiken

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Versucht man, sich das Internet ohne irgendeine Form von Grafik vorzustellen wird schnell ersichtlich, wie wichtig die verschiedenen grafischen Elemente zum einen für die Information zum anderen auch für den Unterhaltungswert des Internet geworden sind. Jede Internetseite besteht im Wesentlichen aus Grafiken; diese dienen dazu, Sachverhalte zu verdeutlichen, machen den eigentlichen Gegenstand der Internetseite aus und sorgen nicht zuletzt auch für die Beliebtheit einer Seite. Der gut durchdachte Einsatz von Grafiken auf einer Website, sei es in Form von Logos, Schaubildern oder Menüpfaden, tragen zur wesentlichen Übersicht auf einer Website bei.
Bei den Grafiken gibt es unterschiedliche Formate, die zum Einsatz kommen, wobei die älteren und bekannteren sicherlich die Bildformate GIF und JPEG sind. Als grafisches Element kann alles verwendet werden, das der Optik und der Aussagekraft einer Internetseite thematisch dient: angefangen von Fotografien der Mitarbeiter, der Führungskräfte oder des Gebäudes bis hin zu aktuellen Verkaufszahlen oder Anzeigen über Besucherzahlen. Denkt man sich all diese Informationen weg, bleiben lediglich die geschriebenen Informationen auf einem unpersönlichen, weißen Hintergrund. Somit erhöht eine gute Grafik nicht nur die Aufmerksamkeit auf die Website, sie transportiert auch wichtige Informationen und bildet die Struktur einer Internetseite.

Arten der Grafik

Bei den Grafiken, die im Internet Verwendung finden, sind die Formate GIF, JPEG und PNG am gebräuchlichsten. Zwar sind die Formate GIF und JPEG die bekanntesten, doch ist das Format PNG mit seinen Unterformaten am universellsten. Der Vorteil der meisten Grafikformate ist, dass man sie sowohl als plastische Grafik als auch in animierter Form darstellen kann. Generell unterscheidet man bei den Grafiken zwischen Raster- und Vektorengrafiken. Die Rastergrafiken stellen eine Form von Daten da, die durch den Computer gelesen werden können. Erkennbar sind die Rastergrafiken durch ihre Pixelstruktur bei extremer Vergrößerung. Genau in dieser Struktur unterscheidet sich die Rastergrafik von der Vektorengrafik. Hier gibt es, auch bei extremer Vergrößerung, keinen Qualitätsverlust am Bild. Die Schärfe der abgebildeten Datei bleibt immer gleich stark, egal, ob es sich um eine zwei- oder dreidimensionale Abbildung handelt. Während die Formate GIF, PNG und JPEG zu den Rastergrafiken zählen, gehört das Format SVG zu den Vektorgrafiken. Vektorgrafiken werden vor allem für Logos eingesetzt, da man diese Logos dann beliebig vergrößern oder verkleinern kann, ohne eine Qualitätsverlust befürchten zu müssen. Auch für Konstruktionszeichnungen werden Vektorgrafiken eingesetzt. Werden Vektorgrafiken für die Darstellung einer Textdatei (zum Beispiel im pdf-Format) eingesetzt, erlauben sie eine farbgenaue Abbildung des Originaltextes, der auch bei starker Vergrößerung scharf und lesbar bleibt.

PNG-Format

Die Abkürzung PNG steht für Portable Network Graphic und ist das neueste der möglichen Grafikformate. Das PNG-Format wurde entwickelt, um das Rastergrafikformat GIF zu ersetzen. Da es eine exzellente Bildkompression erlaubt, ist es auf sehr vielen Internetseiten anzutreffen und wird dort vorrangig verwendet. Da es als Ersatz für das GIF-Format entwickelt wurde, beschränkt sich die Farbpalette auch auf 256 Farben. Allerdings ist es möglich, Bilder im PNG-Format auf einen beliebigen Hintergrund zu verwenden, ohne dass ein Verlust an Farbqualität oder Schärfe entsteht. Zusätzlich ist es auch möglich, Texte oder Bilder im Nachhinein zu glätten, ohne dass die Qualität oder die Größe des Bildes verloren geht. Nachteilig ist jedoch beim PNG-Format, dass es keine Animation erlaubt, also nur für nichtbewegliche Bilder verwendbar ist. Aus diesem Grund wurden zum eigentlichen PNG-Format noch einige weitere Formate entwickelt. Das Format APNG (Animated Portable Network Graphic) beinhaltet die im normalen PNG-Format fehlende Animationsmöglichkeit. Mit dem Format MNG (Multiple-image Network Graphic) ist es möglich, Animationen zu speichern. Das Format JPNG schlussendlich behebt die beim JPEG-Format vorkommende Problematik bei der Kompression und wirkt als Unterstützung für das häufig benutzte JPEG-Format. Da das PNG-Format das Grafikformat ist, das für das Internet anerkannt wurde, kann es problemlos von allen Browsern umgesetzt werden.

SVG-Format

Das SVG-Format (Scalable Vector Graphics, zu Deutsch: skalierbare Vektorengrafik) ist die einzige bei Grafiken im Internet benutzte Vektorengrafik. Im Gegensatz zu Rastergrafiken werden hier nicht Pixel im Bild beschrieben, sondern es werden Objekte beschrieben, aus denen ein Bild besteht. Bei den Objekten, die das SVG-Format beschreibt, findet man sowohl Linien, Flächen mit verschiedenen Formen und auch Texte. Der Vorteil ist, dass jedes einzelne Objekt bearbeitet werden kann. Dies kann deshalb durchgeführt werden, da jedem Objekt eigene Objekteigenschaften (Farbe, Größe, Form) zugeschrieben werden, die individuell verändert werden können. Diese Objekte werden in der SVG-Datei als reine Beschreibung aufgezeigt. Genau diese Eigenschaft ist es, die das SVG-Format für den Einsatz aus Webseiten so gut eignet: eine SVG-Datei benötigt weniger Speicherplatz. Aus diesem Grund eignet sich eine Grafik im SVG-Format besonders bei Logos oder Bannern, da diese oftmals sehr viele unterschiedliche Objekte beinhalten. Darüber hinaus ist es möglich, Grafiken im SVG-Format auch im dreidimensionalen oder im gedrehten Modus darzustellen, ohne dass die Grafik einen Qualitätsverlust erleidet. Darüber hinaus ist es möglich animierte SVG-Grafiken zu erstellen, die zudem auch noch mit Sound unterlegt werden können. Da es sich bei SVG um eine XML-basierte Klarsprache handelt, die Datei also aus Text besteht, kann sie von Suchmaschinen durchsucht werden.

Die Formate GIF und JPEG

Die Formate GIF (Graphic Interchanged Format) und JPEG (Joint Photographic Expert Group) sind die ältesten Formate und gehören zu den bei Benutzern bekanntesten Grafikformaten. Sie sind sowohl für die normale Bildbearbeitung am PC, deren Verwendung in Fotobüchern im Internet als auch für die Verwendung auf Internetseiten einsetzbar. Da beide Formate Rastergrafiken darstellen, ist durch Zoomen und Drehen mit Qualitätsverlust zu rechnen. GIF-Dateien weisen eine begrenzte Farbpalette von 256 Farben auf und sind daher für kleine, farblich begrenzte Abbildungen, wie Cliparts, Buttons und kleine Zeichnungen am besten geeignet. Beim Laden einer GIF-Datei ist es möglich, den Verlauf des Ladevorgangs zu beobachten (Option interlaced), außerdem ist es bei beiden Formaten möglich, eine kleine Vorschau auf das Bild zu erhalten. Während bei den GIF-Dateien qualitative Fehler bei der Komprimierung auftauchen, können JPEG-Dateien relativ problemlos komprimiert werden. Dies liegt vor allem daran, dass JPEG-Dateien aus 16 Millionen Farben zusammengesetzt sind; doch trotzdem ist auch hier eine Qualitätsminderung bei der Schärfe von Objekten und Kanten zu verzeichnen. Allerdings ist es beim GIF-Format möglich, mehrere grafische Bilder in einer Datei zu speichern und mit geringem Abstand abzuspielen, so dass eine Animation erstellt werden kann.

Erstellen einer Grafik am PC

Im Fachhandel sind zahlreiche Programme zum Erstellen und Bearbeiten einer Grafik vorhanden auch viele PC-Hersteller bieten ein solides Grafikprogramm im Softwarepaket an. Zum einen ist es möglich, eine Grafik komplett neu zu erstellen. Hierzu wird die entsprechende Zeichnung im Zeichenprogramm angefertigt und dann individuell verändert. Meistens werden diese Zeichnungen im JPEG-Format gespeichert. Aus dieser Grundzeichnung kann man dann mit Grafikprogrammen Änderungen und Animationen durchführen. Darüber hinaus gibt es noch die Möglichkeit, Bilder am PC zu bearbeiten. Hier kann man sowohl bei Bildern in der Rastergrafik als auch in der Vektorgrafik Änderungen bezüglich der Farbe oder des Lichteinfalls ändern. Verschiedene Layoutprogramme sorgen dafür, dass man mit ihrer Hilfe aus den Bildern, Grafiken und Texten interessante Webseiten oder Inhalte dieser Internetseiten (z. B. Kataloge, Produktbeschreibungen und Ähnliches) gestalten kann. Wer eine Grafik professionell erstellen will, kann eines der vielen Vektorgrafik-Programme benutzen. Hiermit können zum Beispiel Cliparts erstellt werden. Der Einsatz dieser Programme hat den großen Vorteil, dass die erstellen Cliparts ohne Qualitätsverlust vergrößert oder gestreckt werden können. Um beim Bearbeiten einer Rastergrafik die Qualitätsverluste zu vermeiden, ist es möglich, bestehende Rastergrafiken mit Hilfe von Vektorisierungsprogrammen in Vektorgrafiken umzuwandeln. Diese Umwandlung vereinfacht das spätere Verändern und den Einsatz im Internet. Die meisten dieser Programme sind im Handel erhältlich oder gehören zum Softwarepaket bei einem PC-Neukauf. Sie sind zum größten Teil so gestaltet, dass sie auch von Laien mit ein wenig Übung erfolgreich eingesetzt werden können.

Nutzungsmöglichkeiten im Internet

Die Grafik stellt einen großen Teil des Internets dar. Stellt man sich das Internet ohne irgendwelche Form von Grafiken vor, so hat man zwar auf der einen Seite keine störenden Pop-Ups mehr und auch keine Werbebanner, doch auf der anderen Seite wären die meisten Internetseiten entweder gar nicht oder nur teilweise vorhanden. Der auf Internetseiten verwendete Text, der ja auch im Prinzip nichts anderes als eine Grafik ist, wäre sehr einfach dargestellt und oftmals unübersichtlich. Denn auch das leistet die Grafik im Internet: sie ermöglicht es oftmals, den Überblick auf einer Website zu behalten. Hier bietet der Einsatz von Grafiken, bestimmte Inhalte hervorzuheben und zu strukturieren. Online-Spiele wären ebenso wenig denkbar, wie der Aufbau einer Internetseite im Corporate Identity, dem einheitlichen Erscheinungsbild eines Unternehmens auf allen Kommunikationswegen. War es früher nur Informatikern und Webdesignern vorbehalten, eine Internetseite mit Grafiken optisch zu strukturieren, ist dies mit einfachen Programmen und ein wenig Übung heute für niemanden mehr kompliziert. Man benötigt für die Erstellung, Aufbereitung und Verwendung von Grafiken im Internet keine Fachkenntnisse und muss keine Programmiersprachen beherrschen. Einfache Internetseiten kann man mit Hilfe von Editoren erstellen und für komplexere Seitenstrukturen gibt es im Fachhandel leicht zu bedienende Software, die auch das Verwirklichen der eigenen Ideen beim Einsatz von grafischen Elementen auf einer Internetseite ermöglicht.

Nutzung als Banner

Das Banner ist eines der auffälligsten und manchmal auch nervigsten Erscheinungsformen einer Grafik im Internet. Die im Internet findbaren Werbebanner sind im Prinzip nichts anderes als Grafiken, die entweder animiert oder ohne Animation im Internet für bestimmte Produkte oder für gewisse Anliegen werben. Während es vor einigen Jahren noch ausschließlich die statischen Banner gab, auf denen man lediglich eine Grafik abbilden, jedoch keine Animation oder Sound zufügen konnte, wird die Bannerwerbung immer fantasievoller. Animierte Banner gehören seit Jahren zum alltäglichen Bild beim Surfen durch das Internet und auch mit Musik, Text oder Geräuschen unterlegte Banner sind immer häufiger zu finden. Die Banner haben heute meist den Vorteil, dass sie mit einer bestimmten Website verlinkt sind. Da die meisten Flächen für Banner sehr begrenzt sind, werden die meisten Banner optisch sehr ausgefallen hergestellt. Heute findet man ausschließlich animierte Banner, die auf einer GIF-Datei beruhen, da man in diesem Dateiformat problemlos Animationen herstellen kann. Waren die meisten Banner vor einigen Jahren noch prinzipiell an den Seitenrändern des Bildschirms zu finden, so ist es mit der fortschreitenden Technik möglich, nicht nur in sich animierte Banner zu kreieren, sondern die ganze Bannergröße über den Bildschirm zu bewegen.

Nutzung als optisches Element einer Website

Grafiken können sowohl aus farbigen Bildern oder Diagrammen bestehen, es ist aber auch möglich, ihnen nur eine Symbolform zu geben. Als bestes Beispiel seien hier die Cliparts genannt, die sich als Grafik in jedem möglichen Textdokument einfügen lassen und somit von Briefen über Memos und Faxen bis hin zu Unternehmenspräsentationen jedes schriftliche Dokument grafisch strukturieren. Selbstverständlich gilt diese Form der Hervorhebung und Struktur nicht nur für per E-Mail versandte Dokumente oder ausgedruckte Unterlagen. Mit Hilfe von Cliparts können auch Internetseiten versehen werden. Auf Internetseiten haben Cliparts die Aufgabe, auf bestimmte Textstellen hinzuweisen, die sonst in der Flut der Information übersehen werden würden. Dies können sowohl neue Blog-Einträge sein, Hinweise auf neue Preislisten oder der nächste Liefertermin. Generell geben Grafiken einer Website ihre individuelle Optik, die für den Wiedererkennungswert der Seite sorgen soll. Je auffälliger grafische Elemente auf einer Internetseite platziert sind, umso mehr wird man bestimmte Grafiken oder Symbole mit einer Seite in Verbindung bringen. Stellen dann die grafischen Elemente auch noch eine Struktur innerhalb der Website sicher, so verstärkt sich der Eindruck der Einheitlichkeit und Übersichtlichkeit beim Benutzer. Grafiken haben die Eigenschaft, das Auge auf einen bestimmten Punkt auf der Seite zu fokussieren und sind daher für ein professionelles und erfolgreiches Auftreten im Internet von großer Wichtigkeit.

Die Grafik als informeller Bestandteil

Grafiken haben nicht nur eine optische und fokussierende Aufgabe auf Internetseiten, sie stellen auch Informationen auf einfache und leicht verständliche Art dar. Wer sich beispielsweise auf Börsenseiten umsieht, um sich über Kursentwicklungen bestimmter Aktien oder über den aktuellen Stand des DAX zu informieren, weiß es sicherlich zu schätzen, dass man die Bewegungen als Diagramm verfolgen kann. Wenn man sich hier jede Veränderung in den Werten durchlesen und sich dafür durch Zahlenkolonnen arbeiten müsste, würde viel Zeit verloren gehen. Auch im Online-Handel spielt die Grafik eine sehr große Rolle. Sicherlich könnte man die Optik eines Buches beschreiben, das Cover als Grafik darzustellen, ist einfacher und informativer. Dieser Informationsauftrag stellt sich beim Einsatz von Grafiken vor allem im Journalismus. Die Online-Zeitungen sind darauf angewiesen, dass ihre Leser schnell über alle wichtigen Fakten informiert werden. Hierzu sind gezielt platzierte Grafiken unumgänglich. Auch die Struktur der meisten Online-Zeitungen wird mittels einer Grafik erreicht, so dass der Informationsfluss nicht durch langes Suchen nach der richtigen Stelle behindert wird. Darüber hinaus haben viele Online-Shops optisch variierende Buttons kreiert, um den Kunden den Shoppingprozess so angenehm wie möglich zu machen. Einprägsame Symbole, also Cliparts, führen die Kunden vom Warenangebot bis zum Bestellabschluss. In Blogs, Chatrooms und Foren dienen Grafiken als Identifikationsinstrument, zum Beispiel für bestimmte Bands oder Schauspieler, und heben Neuigkeiten und Änderungen so prägnant hervor, dass sie von allen Besuchern sofort registriert werden können.